Vogelkoje

Vogelkojen an der Nordsee waren für Vögel nicht so behaglich wie die Bezeichnung klingt. Es handelt sich dabei um Anlagen zum Entenfang. Schon im 14. Jahrhundert begannen die Niederländer mit dem Bau von Vogelkojen. Seefahrer brachten die Idee nach Nordfriesland und bauten sie der niederländischen Vorlage nach. Mit Teichanlage, Sichtschutzwall, Lockenten und „Pfeifen“, an deren Ende die Reusen saßen. Wer dort landete, wurde nur noch eingesammelt und „gegringelt“. Was gringeln meint, lässt sich jetzt denken: den Hals umdrehen.

1730 wurde auf Föhr die erste nordfriesische Vogelkoje gebaut. Aus Föhr gingen Krickenten zu Tausenden in Dosen verpackt per Schiff bis nach Amerika.

Die Nordstrander Vogelkoje im Alten Koog wurde erst 1906 gebaut und war damit die letzte in Nordfriesland.

Heute ist sie stillgelegt, zum Glück für Enten und Vogelfreunde. Als kulturgeschichtliche Lehrstätte steht die Außenanlage Besuchern offen. Aktuell wird sie wieder neu bepflanzt und saniert. Das Kojenhaus mit seinen Exponaten können Sie bei den Führungen besichtigen.

Gruppenanmeldung unter Telefon 04842 378