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Nordstrander Geschichte

Nordfriesische Inseln vor der Sturmflut bis 16. Januar 1362

Nordfriesland

Die große Manndränke 1362 überflutete und vernichtete große Teile dieser Landschaft. 50 000 Menschen ertranken in den Frieslanden. Der größte Teil der Edomsharde mit dem sagenumwobenen Rungholt wurde in dieser grausigen Flut vernichtet. Übrig blieben Altnordstrand und die nördlichen Geestinseln. Trotz anstrengender und aufopfernder Arbeiten an den Deichen gelangen dem blanken Hans immer wieder Einbrüche in diese Landschaft. Es waren die Dörfer Iiigrov, Brunock und Stintebüll, die immer wieder vom Meer bedroht wurden. Nach Fertigstellung des Werkes von Illgrov, so nannte man den neuen Deich, fühlte man sich ganz sicher hinter der neuen Wehr, und der Deichgraf soll auf dem neuen Deich laut ausgerufen haben: »Nun trutz blanke Hans!« 

Geschichte

Noch um das Jahr 1200 gehörte das heutige Nordstrand zu einer großen eingedeichten Halbinsel, deren Hauptort das legendäre Rungholt war. Sie lag nördlich der drei nunmehr zur Halbinsel Eiderstedt vereinigten Inseln Utholm, Everschop und Eiderstedt und füllte den größten Teil der heutigen Husumer Bucht aus. Nach dem Erdbuch von Waldemar II. hatte Nordstrand 59 Kirchen und Kapellen in fünf Harden. Die Fluten von 1300 und vom 15./16. Januar 1362, die Zweite Marcellusflut oder sogenannte 1. Mandränke, führten zur Gestaltung einer hufeisenförmigen, vom Festland ziemlich weitab liegenden Insel. Die beiden Enden des Hufeisens bildeten die jetzigen Inseln Nordstrand und Pellworm, während das heutige Nordstrandischmoor als wüstes, unbewohntes Hochmoor in deren Mitte lag. Das alte Nordstrand wurde durch die Flut vom 11. November 1436 durchbrochen, aber die entblößten Stellen schlickten in den ruhigen Folgejahren wieder zu und wurden 1500 abermals eingedeicht.

So blieb es bis zum 11. Oktober 1634: An diesem Tag verursachte in einer einzigen Abendstunde die später Burchardiflut genannte Sturmflut erhebliche Zerstörungen. Aus der einen großen Insel bildeten sich die heutigen, kleineren Inseln Nordstrand und Pellworm sowie die Halligen Nordstrandischmoor, Hamburger Hallig und Südfall. In denkbar kürzester Zeit wurden 20 Kirchspiele mit 19 Kirchen (3 blieben erhalten), 1.332 Häusern und 30 Windmühlen vernichtet, mehr als 6.400 Menschen, darunter 9 Prediger, fanden den Tod in den Wellen, 2.633 Menschen überlebten die Schreckensnacht. Vor dieser Flut hatte Nordstrand eine Fläche von 22.169 Hektar; um 1905/06 nur noch 9.000 durch Deiche geschützte Hektar.

Nach der Flut war die Bevölkerungszahl auf der Insel stark reduziert und wirtschaftlich ruiniert. Die Einwohner flüchteten auf das höhergelegene Nordstrandischmoor, siedelten auf dem Festland oder wanderten bis in die Niederlande oder die Uckermark aus, während die Reste Alt-Nordstrands schutzlos der See preisgegeben wurden. Den Bewohnern des gleichermaßen betroffenen Pellworm gelang es sehr schnell, ihre Insel wieder zu schützen und neu einzudeichen. Der Meeresstrom der Norderhever zerstörte in den folgenden Jahrzehnten die Landbrücke zwischen Nordstrand und Pellworm endgültig.

Das Gebiet um Nordstrand um 1650 auf einer Karte von Johannes Mejer

1652 unterschrieb der Gottorfer Herzog Friedrich III. einen Freibrief, damit die Insel Nordstrand wieder eingedeicht werde. Mit diesem Oktroy erlangte der Brabanter Unternehmer Quirinus Indervelden als Deichgraf weitgehende Rechte auf der Insel, die er vor dem Meer schützen sollte. Er gewährte Indervelden das Eigentumsrecht am gesamten Land, was zu bitteren Protesten der nordfriesischen Inselbewohner führte. Die vor allem aus Flandern und Brabant[2] stammenden katholischen Deichbauer genossen Religionsfreiheit, eine zeitlich begrenzte Abgabenfreiheit und durften selbst Gerichtswesen, Polizei, Verwaltung und Außenhandel der Insel organisieren. Militärische Zwangseinquartierungen waren ausgeschlossen.

Die eingewanderten Deichbauern konnten 1654 den ersten neuen Koog eindeichen. Obwohl eine schwere Sturmflut 1655 mehrere neu gebaute Dämme und Deiche zerstörte, gelang es doch in den folgenden Jahren, weitere Gebiete zu erschließen: 1657 den Maria-Elisabeth-Koog, 1663 den Trindermarsch-Koog und 1691 den Neuen Koog. Der Oktroy selbst blieb über zweihundert Jahre in Kraft. Er verlor 1866 seine Gültigkeit als Preußen nach dem Deutschen Krieg in der neugegründeten Provinz Schleswig-Holstein und somit auch in Nordfriesland das Preußische Landrecht einführte.


Pharisäer mhhhh..... lecker.

Rezept? hier

Entstanden ist der Pharisäer der Überlieferung nach auf der nordfriesischen Insel Nordstrand, und zwar im 19. Jahrhundert. Zu jener Zeit amtierte dort der besonders asketische Pastor Georg Bleyer. Bei den Friesen war es Brauch, in seiner Gegenwart keinen Alkohol zu trinken. Bei der Taufe des sechsten oder siebenten Kindes des Bauern Peter Johannsen[2] bedienten sie sich einer List und bereiteten das oben beschriebene Mischgetränk zu. Die Sahnehaube verhinderte dabei, dass der Rum im heißen Kaffee verdunstete und es nach Alkohol roch. Selbstverständlich bekam der Pastor stets einen „normalen“ Kaffee mit Sahne.

Ob er aufgrund der immer heiterer werdenden Stimmung misstrauisch wurde oder aber versehentlich zum Pharisäer griff, ist nicht bekannt. Berühmt aber ist sein spontaner Vergleich mit Scheinheiligen früherer Zeiten: „Oh, ihr Pharisäer!“ Und damit hatte das Nationalgetränk der Nordfriesen nicht nur seine Geschichte, sondern auch seinen Namen. Die Geschichte des Getränks wurde in den 1970er Jahren von der norddeutschen Musikgruppe Godewind auch in einem Lied mit dem Titel Pharisäer erzählt.

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